Aus dem Zweikampf ist ein Dreikampf geworden: Vor der Schlussrunde des European Chess Club Cup 2026 in Budva liegen SuperChess Romania, Bayegan Pendik Chess Sports Club und Novy Bor Chess Club im Open punktgleich bei 11:1 Mannschaftspunkten. SuperChess führt nach sechs von sieben Runden nur dank der zweiten Wertung vor Bayegan und Novy Bor; direkt dahinter lauert Elektroprivreda mit 10 Punkten. [1]
Der Wendepunkt der sechsten Runde war das 3:3 zwischen SuperChess Romania und Novy Bor Chess Club. Für SuperChess gewannen Nodirbek Abdusattorov gegen seinen Namensvetter Nodirbek Yakubboev sowie Bogdan-Daniel Deac gegen Nils Grandelius; Novy Bor konterte durch Nihal Sarin gegen Jorden van Foreest und David Navara gegen Daniel Dardha. Die übrigen beiden Partien endeten remis. [5] Offiziell ist das Match als 3:3 geführt; daneben gewann Bayegan Pendik sein Verfolgerduell gegen Tuxera Aquaprofit Nagykanizsai knapp mit 3,5:2,5. [2]
Damit bekommt die siebte Runde am Freitag, 23. Oktober, ein echtes Endspiel-Szenario. Am Spitzenbrett trifft Bayegan auf SuperChess, während Novy Bor gegen Elektroprivreda antreten muss. Falls mehrere Teams bei 13 oder 12 Punkten landen, wird die Wertung entscheiden; genau dort hat SuperChess nach sechs Runden noch den besten Ausgangspunkt. [1] [3] Wichtig ist auch die Korrektur zur Tabellensituation: Alkaloid holte die Spitze nicht ein, sondern blieb nach dem 3:3 gegen Elektroprivreda bei 9 Punkten und spielt zum Abschluss gegen Marseille Echecs. [1] [3]
Für die deutschen Teams ist der Titelkampf außer Reichweite, aber die Platzierungen bleiben sportlich interessant. Schachfreunde Berlin 1903 ist nach sechs Runden bestes deutsches Open-Team auf Rang 23 mit 8 Punkten, verlor in Runde sechs allerdings 2:4 gegen Marseille. [1] [2] Der SC Erlangen 48/88 steht nach der 1,5:4,5-Niederlage gegen Sigil Fund Pardubice bei 6 Punkten und Rang 59; in der Schlussrunde wartet Drejtesia. [1] [2] [3] Auch FC St. Pauli 1910 liegt bei 6 Punkten, musste gegen Vugar Gashimov aber ein 1:5 hinnehmen. [1] [2]
Der Club Cup wird im Open mit 108 Mannschaften an sechs Brettern und über sieben Runden Schweizer System gespielt. Die ECU hatte das Turnier vom 17. bis 23. Oktober in Budva angesetzt; die Live- und Nachspielpartien der Schlussrunde sind über den Lichess-Broadcast verfügbar. [4] [6]
